Aus dem Schulleben

Neues Sozialgymnasium

Die Badische Zeitung berichtet in ihre Ausgabe vom 04.02.2020: „FREIBURG-LANDWASSER. Die Freie Christliche Schule in Landwasser eröffnet ein Sozialwissenschaftliches Gymnasium mit dem Schwerpunkt Gesundheit und Pflege. Der Clou: Die Schülerinnen und Schüler werden in enger Zusammenarbeit mit dem Diakoniekrankenhaus unterrichtet, wo sie gleich auch Einblick in die Praxis bekommen. Zu der in Freiburg einzigartigen Kooperation kam es ausgerechnet durch eine Bombendrohung.“ Den Artikel findet man hier.

Dank an die BZ für die Berichterstattung.

 

FCS startet Sozialgymnasium Profil Gesundheit (SGG)

Friedemann Pfaff (links), Schulleiter der FCS Gymnasien und Alexander Fuhr, Schulleiter der Ausbildungsstätte für Gesundheits- und Krankenpflege im Diakoniekrankenhaus besprechen die Details der Kooperation.

Sieht nach Arbeit aus – ist auch so. Im August 2020 startet die FCS in Kooperation mit dem Diakoniekrankenhaus ein sozialwissenschaftliches Gymnasium mit dem Profil Gesundheit (SGG). Als „berufliches Gymnasium“ ist der Praxisbezug von erheblicher Bedeutung. Und mit wem könnte man den Praxisbezug eines SGG besser entwicklen und durchführen, als mit einem Krankenhaus?

Wir freuen uns schon heute auf den Start dieser Kooperation!

Besuch aus Kamerun

Vom 25. – 27. November hatte wir Besuch von unserer Patenschule in Batouri / Kamerun. Diese Patenschaft kam vor vielen Jahren zustande, als unsere jetzige Lehrerin Ruth H. und ihr Bruder Johannes S. tatkräftig am Bau dieser Schule mitgeholfen haben. Auch haben später die damalige Grundschulleiterin Christine K. und Iris R. die Schule in Kamerun besucht. Jetzt waren die Schulleiterin Pauline und die Missionarin Erika K. für 3 Tage zum Berichten, Hospitieren und zum Austausch in der FCS. Es war ein großer Segen für uns, unsere Schüler und auch für die Besucher!

Auch erfuhren wir, unter was für schwierigen Umständen die Schule in Kamerun arbeitet und welchen finanziellen und politischen Herausforderungen sie sich stellen muss.

Unsere Schulleiter haben spontan Farbkästen gespendet, der FöV Workbooks für den Englischunterricht und der Vorstand zwei Notebooks. Die diesjährige Weihnachtsgottesdienstkollekte wird für die Partnerschule eingesammelt werden.

Wenn Sie unsere Partnerschule in Batouri finanziell unterstützen möchten, nehmen Sie bitte Kontakt mit dem Förderverein der FCS auf (i.rotzler(ät)fcs-freiburg.de).

Erasmus Austausch Türkei 2019 – Tag 4

24.10.2019

Um 09:00 fuhren wir mit dem Bus Richtung Ephesus. Erster Halt war eine riesige Statue der Jungfrau Maria. Neben der großen, goldenen Statue stand ein Baum, an den Leute Bänder oder ihre Taschentücher binden. Sie hoffen, dass dadurch ihre Wünsche erfüllt werden. Danach ging es weiter zu dem Haus, in dem Maria ihre letzten Lebensjahre verbracht haben soll. Außerdem besichtigten wir dort eine Quelle und tranken „heiliges Wasser“. Manche zündeten Kerzen an. In dem Haus gab es einen kleinen Altar und ein paar Bänke. Auch hier gab es eine vergitterte Wand, an die die Leute Tücher binden.

Als nächstes besuchten wir die antiken Ruinen in Ephesus, die aus der Zeit des Römischen Reichs stammen. Überall standen Säulen und Steinbögen herum. Es war sehr interessant, weil die Stadt gut erhalten ist. Außerdem ist die Anlage weitläufig und eindrücklich. Wir sahen zwei Theater, die alte Bücherei, Reste eines Krankenhauses und viele Reste von Mauern.

Anschließend fuhren wir weiter, um uns die Isabey Moschee (aus dem 14. Jahrhundert) anzuschauen. Alle Frauen mussten Kopftücher tragen und lang bekleidet sein. In der Moschee war es leer und auf dem Boden lag außer dem Teppich nichts. Wir hörten uns einen Vortrag über die Moschee an und bekamen getrocknete Feigen zu essen.

Zum Mittagessen fuhren wir nach Sirence. Es gab Salat, Pommes, Reis und Fleisch. Dann besichtigten wir das Dorf Sirence selbst. In einem Kellerraum eines Restaurants mit schöner Aussicht, durften die Lehrer Wein verkosten. Danach liefen wir in das Städtchen und schauten in die vielen Läden, voll mit Schmuck, Essen oder Anderem. Wir kauften Andenken oder das spezielle türkische Eis.

Nach diesem kurzweiligen Zwischenstopp fuhren wir zurück nach Izmir.

Clara, Gym10

Erasmus Austausch Türkei 2019 – Tag 3

23.10.2019

Am Morgen sind wir um 8:30 Uhr in der Schule angekommen. Dann sind wir alle in einen Reisebus eingestiegen. Mit diesem Bus sind wir zu einer kleinen Stadt mit dem Namen Seferihisar gefahren. Dort haben wir einen Vortrag über „Cittaslow“ gehört. Cittaslow ist eine Art Zertifikat für Städte oder Dörfer, die ihre lokalen Traditionen und ihre regionale Landwirtschaft schützen und erhalten wollen.

Nach dem Vortrag sind wir mit dem Bus zum Strand gefahren. Der Strand hatte türkises Wasser und schöne Felsen, aber man konnte auch direkt den Müll sehen. Zuerst haben wir, wie im Programm geplant, Müll eingesammelt und in Mülltüten geworfen. Danach wurde mal wieder ein Gruppenfoto geschossen und anschließend hatten wir die Chance im Meer zu schwimmen, was nur wenige gemacht haben, weil es eher kalt und windig war.

Wir sind dann nur ein paar Meter gelaufen und schon waren wir bei dem von den Türken gebuchten Restaurant, wir aßen dort mit einem wunderschönen Blick aufs Meer, Fisch, Fleisch oder Salat. Nach dem Mittagessen fuhren wir mit unserem Bus zu einer weiteren kleinen Stadt, in der wir Freizeit hatten. Die meisten Schüler waren shoppen oder haben Eis gegessen, oder auch beides. Am Ende sind wir wieder nach Izmir gefahren und wir hatten noch Zeit in unseren Gastfamilien.

Sarah, Gym9

Erasmus Austausch Türkei 2019 – Tag 2

Dienstag 22.10.19

Am Dienstag trafen wir uns alle um ca. neun Uhr in der Schule unserer Austauschschüler die im Stadtteil Bornova, Izmir liegt. Dort angekommen versammelten wir uns alle in einem großen Konferenzraum und verbrachten den Vormittag damit, neue Leute kennenzulernen, türkische Volkstänze zu lernen und auf dem Pausenhof Volleyball zu spielen. Anschließend aßen wir in der Schulcafeteria zu Mittag. Es gab Hähnchen mit Reis und Suppe. Außerdem durfte ich zum ersten mal eine typisch türkische Spezialität probieren: Baklava. Nach dem Essen wurden draußen auf dem Hof der Schule Stände der verschiedenen Länder, die am Erasmus+ Projekt teilnehmen, aufgebaut. An unseren Stand konnte man Fragen rund ums Thema Klimaschutz in Deutschland stellen. Unter anderem gab es einen Chor und Tanzvorführungen von einigen türkischen Schülern. Gegen Nachmittag hatten wir endlich Freizeit und zusammen mit unseren Austauschpartnern machten wir uns auf den Weg nach Alsancak einem Stadtteil von Izmir. Dort hatten wir Zeit zum Shoppen. Bevor wir uns am Abend alle auf den Heimweg machten probierten wir „Bomba“ eine weitere türkische Spezialität, eine Art Gebäck gefüllt mit flüssiger Schokolade vom Bäcker. Zuhause angekommen waren wir ziemlich satt und erschöpft jedoch wartete schon das zweite Abendessen, welches meine Gastmutter gekocht hatte, auf uns. Trotz meines nicht ganz so großen Hungers war es sehr lecker und schlussendlich kann ich nur sagen, dass allein das Türkische Essen ein guter Grund ist noch einmal in die Türkei zu reisen :D.

Janne, Gym10

Erasmus Austausch Türkei 2019 – Tag 1

Montag, 21.10.2019

An unserem aller ersten richtigem Tag in der Türkei, haben wir am Morgen erstmals in den Familien gefrühstückt. Der Frühstücktisch war reichlich gedeckt mit vielen leckeren türkischen Spezialitäten. Nachdem wir uns dann gerichtet hatten, sind wir zur Schule gegangen. Wir sind entweder gelaufen, mit dem Auto gefahren worden oder auch mit dem Bus gefahren.

Als wir dann in der Schule ankamen machten wir uns auf den Weg in den Theaterraum. Die Lehrer hatten dann eine Besprechung, während wir Schüler ein paar Kennlernspiele gespielt, getanzt und auch gesungen haben. In den Unterrichtspausen, sind wir auf dem Pausenhof gegangen, wo uns viele nette Türken begegneten, die sehr interessiert an uns und am Erasmus+ Programm waren. Wir haben uns nett unterhalten und auch Volleyball mit denen gespielt. Das hat uns sehr viel Spaß gemacht und wir lernten die Leute nochmal besser kennen. Nachdem die ersten paar Pausen vergangen waren sind wir mit unseren Austauschschülerinnen wieder in den Theaterraum gegangen, wo wir typische türkische und schwedische Tänze kennen lernten.

Am Mittag wurde ein riesen Buffet für uns, in der Schule, aufgebaut. Das Essen war sehr lecker und natürlich alles Spezialitäten aus der Türkei, die die Eltern für uns gekocht hatten. Nach dem Essen sind wir dann bald nach Izmir in die Innenstadt und haben eine kleine Stadtführung bekommen. Als diese zu Ende war, bekamen wir alle noch eine Stunde Freizeit in dem Stadtteil, wo sich die große Gruppe in mehrere kleine aufteilte. Wir Deutsche machten uns auf den Weg mit unseren Austauschschülerinnen und sind ein bisschen shoppen gegangen. Nach der Zeit in der Stadt sind wir wieder als ganze Gruppe zur Schule gefahren, wo wir entlassen wurden. Unsere Austauschschülerinnen sind mit uns noch in eine Shopping Mall gegangen, wo wir uns ein bisschen umgesehen und eingekauft haben. Am Abend haben wir dann noch jeder bei sich in den Familien zu Abend gegessen und haben uns noch nett mit ihnen unterhalten.

Hannah, Gym 10

Erasmus Austausch Türkei 2019 – Anreisetag

Nach der Ankunft am Flughafen in Izmir hieß es erst einmal Geld tauschen. Hier wurden die im Flugzeug geübten Türkischbrocken der Schülerinnen, sehr zur Freude der Angestellten am Schalter, bereits erfolgreich eingesetzt. Dann ging es weiter zum Ausgang, wo wir von den drei türkischen Lehrern erwartet wurden, die uns aufs herzlichste begrüßten und einen klimatisierten Transport organisiert hatten. Doch kaum waren wir losgefahren, wurden wir von der Polizei angehalten. Die Verkehrskontrolle mutierte dann zur Ausweiskontrolle. Der sehr von sich überzeugte Chef der Einheit bestand darauf, alle Ausweise zu fotografieren „Zu unserer eigenen Sicherheit“ wie er mehrfach auf Englisch betonte.

Den Gastgebern war dies (eigentliche grundlos) unglaublich peinlich und sie versuchten, die Kontrolle zu verkürzen und entschuldigten sich nachdem sie vorbei war. Hier zeigten sich in der ersten halben Stunde die zwei Seiten der Türkei, eine Spaltung, die sich (so unser Eindruck) auch durch die Bevölkerung zieht: einerseits unglaublich freundliche Gasgeber, die nichts unversucht lassen um die internationalen Gäste auf best mögliche Weise zu empfangen und zu bewirten, andererseits skurrile Auswüchse eines Staates, der sich in verschiedene bedenkliche Richtungen entwickelt und immer öfter in den Alltag der Leute auf unangenehme Weise eingreift.

Vom Flughafen ging es direkt zur Schule, wo die Schülerinnen zum ersten Mal ihre Gastschwestern trafen. Kurz davor waren die Schülerinnen aufgeregt und fragten sich, wie dies ohne die eine gewisse Unbeholfenheit ablaufen könne. Für uns etwas unorthodox, stellten die Türken kurzerhand beide Grüppchen in einer Reihe gegenüber voneinander auf, stellten die einzelnen Türkinnen vor und leiteten die deutschen Schülerinnen zu ihren Partnerinnen. Spätestens als die ersten (die alle bereits über soziale Medien kommuniziert hatten) sich freudig begrüßen, viel auch die letzte Nervosität von den Schülerinnen ab und sie gingen mit ihren Gastfamilien mit. Als Lehrer beneideten wir sie beinahe um ihre viel unmittelbarere Erfahrung der türkischen Kultur in den Familien, erlebten sie doch alles aus erster Hand, während wir im (zwar sehr guten aber auch sehr abgeschotteten) Hotel untergebracht waren.

Bei der Abfahrt nach einer Woche hatte sich unser Türkei-Bild gewandelt: an Stelle der Mischung von konservativen, autokratischen Ideen, die man mit der Türkei verband waren nun Menschen, ja Freunde getreten, die man als unglaublich weltoffen, gastfreundlich und engagiert erleben durfte, und die man bei uns mit mindestens der selben Offenheit und Gastfreundschaft empfangen möchte. Oder wie eine Schülerin es formulierte: „Oh man die bieten hier so krass viel auf, da müssen wir ihnen bei uns aber auch ordentlich was bieten.“

Und damit dürfte das Hauptziel des Erasmus Programms auch voll und ganz erfüllt sein: Menschen aus verschiedenen Ländern im Austausch der Kulturen, am Interesse an den Unterschieden aber auch an den Gemeinsamkeiten zu verbinden, auch wenn über Organisationsfragen und andere Nebensächlichkeiten verschiedene Ansichten existieren.

Sebastian Finger, begleitender Lehrer

Tag der Berufung – Berufs- und Studienorientierung

Zum ersten Mal im eigenen Haus fand der Tag der Berufs- und / oder Studienorientierung statt. Wie geht es weiter, wenn die Schule endet? Und wann fängt man an, sich nach interessanten Berufen oder Studienfächern zu erkundigen? TDK Micronas, Kita Wittnau, Sozialstation Bötzingen, Bäckerei Großmann, Deutsche Bahn, Debeka Krankenkasse, Stadt Freiburg und viele andere stellten vor, was man sich so vorstellen kann – nach der Schule. Die Veranstaltung war für Schülerinnen und Schüler von der 5. bis zur 13 Klasse und bot Perspektiven für alle Schulabschlüsse. Vielen Dank an alle Beteiligten!

Stadtpiratencamp an der FCS – wie es war…

Wir freuen uns über die immer wieder gelingende Kooperation mit dem Stadtpiraten Freiburg e.V. Im aktuellen Newsletter der Stadtpiraten berichten sie über Projekte, wie das Camp, welches wir zweimal jährlich in Kooperation mit den Stadtpiraten durchführen. Dabei setzen wir aktive, lebensbejahende Zeichen gegen Vorurteile und Ausgrenzung.

Im Newsletter der Stadtpiraten heißt es:

«Ahoi ,

„Nun bleiben aber Glaube, Hoffnung und Liebe; diese drei. Die Liebe ist die Größte unter ihnen.“ (1. Korinther 13,13)

Vor zwei Wochen hat der Prozess um die Gruppenvergewaltigung in Freiburg begonnen. Es ist ein Prozess, der von einem grausamen Tathergang handelt und Wellen schlägt. Zehn Asylbewerber und ein Deutscher ohne Migrationshintergrund sind angeklagt eine 18 Jährige vergewaltigt zu haben.
Die Prozessunterlagen umfassen 70.000 Seiten, der Gerichtssaal, der eigentlich unter Denkmalschutz steht, musste umgebaut werden, ein Urteil wird nicht vor Ende des Jahres erwartet.

Inmitten der Diskussionen um die gesellschaftlichen Auswirkungen, die mit dem Zustrom an Geflüchteten einhergehen, wollen wir die Botschaft von Glaube, Hoffnung und Liebe hochhalten.

Die Vision von Stadtpiraten lautet, dass jedes Kind und jeder Teenager erleben soll, dass er/sie gewollt, begabt und geliebt ist. Unser Anspruch ist es, Hoffnung zu geben und konkrete (Lebens-)Perspektiven zu schaffen.

Wir sind überzeugt: Jedes Kind hat ein Recht darauf, dass es bereits in jungen Jahren gefördert wird, dass es Halt und Orientierung erfährt. Und Teenager brauchen in der so wichtigen Phase der Identitätsbildung Menschen, denen sie vertrauen können und die an sie glauben.
Lasst uns Zeichen der Hoffnung, des Glaubens und der Liebe setzen.

In herzlicher Verbundenheit,

David Rösch, Micha Gohl und
Anna-Verena Fronz
im Namen von Stadtpiraten Freiburg e.V.»