(Lern-)Hilfen in schweren Zeiten

Im Internet gibt es eine große Anzahl von Lernhilfen unterschiedlicher Qualität. Einige davon haben wir angeschaut und empfehlen sie hier als freiwillige (!) und zusätzliche (!) Unterstützung des Selbstlernprozesses.

Wir unterteilen grob in zwei Kategorien: Unterstützung zur „Wissensvermittlung“ und „Lernen für das Leben“. Die meisten dieser Links sind für Schüler ab Klasse 5 geeignet. Für jüngere Schülerinnen und Schüler empfehlen wir digitale Medien als Lernmedium nur in begrenztem Maße.

Beschulung zu Hause ist nicht einfach „Schule am anderen Ort“. Was hilfreich, was wichtig ist, führen wir unter dem Punkt „Unterstützung für Homeschooling“ auf.

Die Liste ist im Aufbau und wird erweitert. Für den Inhalt der verlinkten Seiten können wir keine Verantwortung übernehmen, es gelten unsere Datenschutzbestimmungen.

Wissensvermittlung

Ein fächer- und schulartübergreifendes und zurzeit kostenloses und sehr umfangreiches Tool ist SchulLV – smarter learning. Der Zugangscode wurde den Eltern per Mail zugestellt.

Nachfolgende Tools sind fächerorientiert.

Deutsch

Merkmale Deutscher Literatur: Sommers Weltliteratur

Gedichte interpretieren: Mag jeder, oder?

Deutsch Abistoff: Das musste wissen…

Rechtschreibung und Grammatik: Nicht so wichtig? Von wegen…

Mathematik

Sehr umfangreiche Plattform für Mathelernvideos auf Youtube: Mathe by Daniel Jung

Direkt für seine Klasse(n) bietet Herr Pfau an: Homeschooling mit L. Pfau

Englisch

Lernen sortiert nach Lernjahren: Sofatour.com

Spanisch

Lernen sortiert nach Lernjahren: Sofatour.com

Französisch

Lernen sortiert nach Lernjahren: Sofatour.com

Vom VDP empfohlen

Der Verband Deutscher Privatschulen empfiehlt eine umfangreiche Website zur Unterstützung des Lernens für Zuhause: Planet Schule

Lernen für das Leben

Musik – Bastelideen für Kinder: Musikpiloten

Basteln für kleinere Kinder: Knete selbst herstellen

Moderne Dokumentationen verbinden Bildung und Unterhaltung (Edutainment), regen das eigene Mitdenken und machen neugierig auf mehr. Hier nur ein paar Beispiele (Titel anklicken führt zur Doku):

Zudem gibt es eine Website, die sich zum Ziel gesetzt hat, qualitativ hochwertige Dokumentationen gebündelt darzustellen. Aufgrund des Umfanges dieser Seite können wir die Seite nur stichprobenhaft prüfen. Dabei sind uns aber viele gute Dokumentationen aufgefallen. Schauen Sie unter https://www.dokumentarfilm24.de

Unterstützung für Homeschooling

Homeschooling ist nicht einfach die Verlegung von Schule an einen anderen Ort, es ist etwas völlig Eigenes und braucht eine aktive Auseinandersetzung mit diesen Besonderheiten. Schülerinnen und Schüler (nachfolgend SuS), die sonst zu Hause nur schwer lernen, werden nicht, nur weil „Schule ausfällt“, auf einmal zu „Lernathlethen“, die mit Hilfe digitaler Plattformen Selbstlernprozesse initiieren. In der Regel brauchen sie Hilfe durch die Eltern.

Warum ist das so?

  1. SuS haben verinnerlicht: Schule = Arbeit = lernen; Zu Hause = Freizeit = nichts tun. Hausaufgaben haben diese Verinnerlichung nur marginal durchbrochen, auch zu Hause lernen für Klassenarbeiten hat diese „Grundempfindung“ nicht verändert.
  2. Viele Eltern gehen davon aus, dass Lernen in der Schule stattfindet und zu Hause nur in kleinerem Umfang gearbeitet werden muss. Dies ist insbesondere dann so, wenn das Kind an der FCS in der Nachmittags- oder/und Hausaufgabenbetreuung ist. Das ist mit Homeschooling ad hoc anders.
  3. Als Schule präsentieren wir den Unterrichtsstoff oft in klein(st)en Happen. Wochenpläne, dauerhafte Selbstorganisation wie z. B. in längerfristigen Projektarbeiten o. Ä. gibt es auch, ist aber nicht Standard, muss aber beim Homeschooling auf einmal zum Standard werden.
  4. Selbständiges Lernen geschieht häufig in Gruppen, wie z. B. in der Projektarbeit. Homeschooling bedeutet aber auch, selbständig und nicht nur durch einen „externen Motivator“ zu arbeiten. „Ich lerne ja tatsächlich für mich und mein Leben“, stimmt, so ist es!
  5. Und einer der heute leider wichtigsten Herausforderungen: Das Angebot zu passivem Zeitvertreib durch Netflix, Amazon prime, FaceBook, Instagram und andere soziale Medien ist verlockend groß. Da kostet es richtig Kraft, sich gegen den inneren „Schweinehund“ durchzusetzen.

Was können Sie als Eltern tun, um Ihre Kinder zu unterstützen?

  1. Tagesstruktur ist das A und O. Zubettgehzeiten wie zu Schulzeiten einhalten und auch genauso früh aufstehen, wie früher.
  2. Jedes Kind erhält einen Lernplan mit Aufgaben zum Abhaken. Die Lehrerinnen und Lehrer (nachfolgend LuL) unterstützen durch Material, das sie zur Verfügung stellen, ggfls. auch durch Wochen- und/oder Lernpläne.
  3. Mit kurzen Einheiten beginnen, Zeitdauer langsam steigern.
  4. Zuerst die anspruchsvollen Tätigkeiten, erst dann die Zückerchen.
  5. Tätigkeiten variieren (fachlich und in der Art der Tätigkeit), wenn möglich mit Instrument-Üben oder Fitness-Einheiten unterbrechen.
  6. Der Anfang ist entscheidend. Dies gilt für die gesamte Zeit, aber auch für den Tag und die einzelnen Lernzeiten.
  7. Familienzeit für alle einplanen, z. B. für Brett- oder Kartenspiele, gemeinsames Malen. Wer es „digitaler“ mag: auch das gemeinsame Anschauen eines interessanten Dokumentarfilmes, über man sich danach austauscht, kann zu „Qualitytime“ werden.

Und zuletzt: Maß halten. Hierzu ein Interview aus dem Deutschlandfunk.

Tipps gibt es auch in den beiden Broschüren vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz.

Tipps für Eltern Handreichung bei häuslicher Quarantäne